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Im November hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zu einem Nutzfahrzeuggipfel geladen. Dabei wurde die Strategie der Bundesregierung präsentiert, wie der Mobilitätswandel im Nutzfahrzeugbereich gelingen soll. Aktuell ist der Straßengüterverkehr für rund ein Drittel der CO2-Emissionen des Verkehrssektors verantwortlich. Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen will die Politik nun klimafreundliche Antriebe im Nutzfahrzeug-Sektor konkurrenzfähig machen und alte Lkw und Busse von der Straße holen.

Nutzfahrzeug-Konzept basiert auf drei Maßnahmen

Im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung wurde bereits formuliert, dass in zehn Jahren ein Drittel der Fahrleistung elektrisch bzw. auf Basis strombasierter Kraftstoffe erfolgen soll. Dabei verfolgt das Ministerium einen technologieoffenen Ansatz: Als aussichtsreiche Antriebsformen sieht das BMVI nicht nur die rein batterieelektrische Elektromobilität und die Brennstoffzelle, sondern auch Oberleitungen sowie auch den Erdgas-Antrieb. Das auf dem Nutzfahrzeuggipfel vorgestellte Konzept soll den Wandel einleiten und die Erreichung der formulierten Ziele ermöglichen. Es basiert auf folgenden drei Säulen:

  • Die Anschaffung klimafreundlicher Nutzfahrzeuge soll mit Kaufprämien unterstützt werden. Die Förderung soll bis zu 80 Prozent der Mehrkosten im Vergleich zu einem konventionellen Diesel-Lkw betragen.
  • Der Aufbau der notwendigen Tank- und Ladeinfrastruktur für alternativ angetriebene Nutzfahrzeuge soll zentral vom BMVI gesteuert werden.
  • Das BMVI will zudem die regulatorische Voraussetzungen für den Wandel schaffen. U. a. soll künftig die Lkw-Maut nach dem CO2-Ausstoß der Fahrzeuge differenziert werden.

Über 1 Milliarde Euro für umweltfreundliche Busse und Lkw

Konkrete Förderrichtlinien zur Lkw-Kaufprämie liegen noch nicht vor, da das Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission noch nicht abgeschlossen ist. Bereits seit Juli 2018 unterstützt das BMVI mit der Förderrichtlinie für energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeuge die Anschaffung von mautpflichtigen Lkw und Sattelzugmaschinen ab 7,5 t mit Erdgas- (CNG, LNG), Batterie- und Wasserstoffantrieb. Die geplanten Kaufprämien sollen die bisherigen Förderungen deutlich übersteigen. Insgesamt will das BMVI dafür zwischen 2021 und 2023 rund 1,16 Milliarden bereitstellen. Förderfähig sollen Fahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 sein sowie die der Aufbau der für den Betrieb dieser Fahrzeuge notwendigen Tank- und Ladeinfrastruktur.

Um das Gesamtkonzept erfolgreich umzusetzen, will das Bundesverkehrsministerium alle relevanten Akteure aus Industrie und Wirtschaft mit einbinden. In Kürze soll die erste Phase starten, in der konkrete Technologieprojekte, bspw. zu den Bereichen Ultraschnellladen oder Wasserstoffspeichertechnologie, durchgeführt werden, in deren Rahmen Infrastruktur in größerem Maßstab entstehen soll. Ab 2023 will das BMVI dann gemeinsam mit allen Akteuren die politischen Pfadentscheidungen zu Art und Umfang der Ausgestaltung des flächendeckenden Aufbaus entsprechender Infrastruktur treffen.

Hier finden Sie das komplette „Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge. Mit alternativen Antrieben auf dem Weg zur Nullemissionslogistik auf der Straße.“

Sobald die Kaufprämien für E-Lkw in Kraft treten, unterstützen wir Sie gerne bei der Planung und Beantragung. Selbstverständlich stehen Ihnen unsere freundlichen Berater schon im Vorfeld bei allen anfallenden Fragen zur Verfügung. Schreiben Sie uns eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular: https://m3e-gmbh.com/kontakt