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Blog über aktuelles im Bereich E-Mobilität | M3E

Seit dem 1. Juli 2020 wird der Elektroauto-Kauf zusätzlich zum Umweltbonus mit der Innovationsprämie gefördert. Die attraktiven Prämien sind ein großer Erfolg, die Zulassungszahlen von E-Pkw steigen stark an. Jetzt hat die Bundesregierung die Verlängerung der ursprünglich bis Ende 2021 befristeten Innovationsprämie beschlossen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des kippenden Kumulierungsverbots eine hochinteressante Entwicklung für Privatpersonen und Unternehmen.

So wird private Ladeinfrastruktur gefördert: alles, was Sie wissen müssen

Jetzt steht es fest: ab Ende November 2020 wird auch der private Ladeinfrastruktur-Aufbau in Deutschland staatlich bezuschusst. Das macht Sinn, denn ein Großteil der Ladevorgänge findet erfahrungsgemäß zuhause und am Arbeitsplatz statt, während die öffentliche Ladeinfrastruktur nur für rund 20 Prozent der Ladevorgänge verantwortlich zeichnet. Die staatliche Förderung privater Ladepunkte – in der Regel handelt es sich hier um „Wallboxen“ genannte Wandlader – wird sich positiv auf die Attraktivität von Elektroautos auswirken und somit die Verkehrswende beschleunigen.

WELMO ist zurück: Berlin fördert wieder

Seit dem 1. Oktober 2020 ist das Berliner Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ (WELMO) wieder aktiv. Das Hauptstadt-Förderprogramm für die gewerbliche Elektromobilität wurde im Frühjahr ausgesetzt, weil die Nachfrage so groß war, dass bereits im März 2020 alle für das Jahr 2020 bereit gestellten Fördermittel (6 Millionen Euro) vorzeitig ausgeschöpft waren. Das Programm stellt einen wichtigen Baustein in den Bemühungen Berlins dar, bis zum Jahr 2050 die Kohlendioxidemissionen um mindestens 85 Prozent zu senken, bezogen auf die Werte im Jahr 1990.

Wer von der hohen Elektroauto-Kaufprämie profitieren will, muss einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen (lassen). Viele Antragsteller nehmen dieses Verfahren als komplex und aufwendig wahr. Jüngste Medienberichte haben dies mit Zahlen untermauert: Demnach sollen 27 Prozent der Anträge vom BAFA nicht bewilligt worden sein. Oder anders ausgedrückt: Nur 73 Prozent der 234.805 bis Ende Juli 2020 gestellten Anträge auf Umweltbonus seien genehmigt worden, also nicht einmal drei von vier Anträgen!

Ab sofort stehen 50 Millionen Euro für die Anschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen bereit. Der aktuelle Förderaufruf zum Flottenaustausch richtet sich an Handwerksunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Bewerbungsfrist für die Förderung endet am 14.09.2020, die Fördermittel werden nach dem sogenannten Windhund-Prinzip vergeben – schnell sein lohnt sich also! Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Förderung von E-Transporter, E-Lkw und Co wissen müssen.

Die Förderung von Ladeinfrastruktur erfolgt auf Bundesebene im Rahmen der Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“, die ihrerseits in verschiedene Förderaufrufe unterteilt ist. Am Montag, den 22.06.2020, ist der 6. Förderaufruf gestartet. Bis zum 22.07.2020 haben private Investoren, Unternehmen sowie Städte und Gemeinden Gelegenheit, eine Förderung für den Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur zu beantragen. Insgesamt stehen 35 Millionen Euro im Rahmen des 6. Förderaufrufs zur Verfügung. Förderfähig sind nicht nur Normal- und Schnellladepunkte, sondern auch die Netzanschlusskosten.

Die Bundesregierung hat dem Drängen der Autoindustrie nicht nachgegeben und wird keine allgemeine Auto-Kaufprämie als Konjunkturspritze verabreichen. Aus unserer Sicht ist das genau das richtige Signal! An die Gesellschaft, dass Klimaschutz und Mobilitätswende ernsthaft angegangen werden und an die Automobilindustrie, dass das elektrische Portfolio endlich weiter ausgebaut werden muss. Die Zukunft ist elektrisch. Die jetzt beschlossene Verdoppelung des staatlichen Beitrags zum Umweltbonus wird dafür sorgen, dass bereits in naher Zukunft mehr Elektroautos auf die Straßen kommen. Rund 2 Milliarden Euro lässt sich die Regierung diese zusätzliche Hilfe kosten.

Mit dem Umweltbonus existiert ein staatlicher Kaufzuschuss für Elektroautos, der jüngst sogar erhöht wurde: bis zu 6.000 Euro Förderung kann jetzt für den Kauf eines E-Autos in Anspruch genommen werden, Plug-in-Hybride werden mit bis zu 4.500 Euro subventioniert. Die Förderung bezieht sich allerdings nur auf neue E-Pkw mit einem Netto-Listenpreis von maximal 65.000 Euro.

Umweltzone M3E

Umweltzonen wurden eingeführt, um die Feinstaubbelastung in Innenstädten zu reduzieren. Indem emissionsstarke Fahrzeug ausgeschlossen werden, wollen Kommunen die verkehrsbedingte Luftbelastung vermindern und so die Luftqualität verbessern. 58 Umweltzonen gibt es aktuell in Deutschland, weitere sind in der Diskussion. In 57 von 58 Umweltzonen in Deutschland ist das Einfahren nur mit einer Grünen Plakette erlaubt. Eine Grüne Plakette erhalten Fahrzeuge der Schadstoffgruppe Euro 4 oder Euro 3 mit Partikelfilter. Die Plakettenpflicht gilt auch für ausländische Fahrzeuge. Keine Plakette benötigen bspw. Motorrräder, landwirtschaftliche Zugmaschinen oder historische Fahrzeuge mit H-Kennzeichen. Man könnte annehmen, dass lokal emissionsfreie Fahrzeuge wie Elektroautos mit E-Kennzeichen ebenfalls keine Plakette benötigen. Dem ist aber nicht so! Elektroautos benötigen eine Grüne Plakette, auf der das komplette Kennzeichen mit dem vorangestellten E eingetragen ist, andernfalls droht ein Bußgeld!

Berlin Skyline M3E

Die Elektrifizierung des städtischen Wirtschaftsverkehrs ist ein zentraler Baustein der Mobilitätswende. Um diese zu fördern, hat der Berliner Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Juli 2018 (zeitgleich mit Inkrafttreten des Berliner Mobilitätsgesetzes) das Förderprogramm "Wirtschaftsnahe Elektromobiliät" (Welmo) aufgelegt. Das Programm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen und bietet einen Anreiz, auf emissionsarme Antriebe umzusteigen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.